»Der neue und grosse Saal«

Der Spanische Saal

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Einer der bedeutendsten freistehenden Saalbauten der Renaissance.

Der zwischen 1569 und 1572 nach den Vorstellungen Erzherzog Ferdinands II. errichtete Spanische Saal beeindruckt mit den imposanten Ausmaßen von 43 Meter Länge und 13 Meter Breite.

Die malerische Gestaltung des Raumes wird bestimmt von 27 ganzfigurigen Porträts der Tiroler Landesfürsten. Die Reihe beginnt in der Ostecke mit Graf Albert I. von Tirol, führt über die Grafen von Görz-Tirol und Margarethe Maultasch bis hin zu den Habsburgern schließlich zum Ambraser Hausherren selbst: Erzherzog Ferdinand II. 

Die Malereien an den Sockel- und Fensterzonen schildern allegorische Figuren und mythologische Szenen aus der Antike: an der Ostwand Tugenden, an der Nordwand Szenen aus dem Herkules-Zyklus, an der Westwand die Freien Künste und Szenen aus der Geschichte von Romulus und Remus.

Die Frieszone der Nord- und Ostwand zeigt stuckgerahmte, gemalte Ochsenaugen, wobei das Innere des Kreises in illusionistischer Art Himmel und Wolken wiedergibt. Hier wird eine architektonische Entsprechung zu den runden Fenstern der Süd- und Westwand angestrebt.

Bestimmend für den repräsentativen Gesamteindruck des Saales sind die vom Hoftischler Conrad Gottfried 1572 aus verschiedenen Holzarten zusammengesetzten zwei Flügeltüren und die zum Teil vergoldete und ebenfalls intarsierte Holzkassettendecke.

Aufgrund großer Feuchtigkeitsschäden fand eine erste umfassende Restaurierung in den Jahren 1878-1880 statt.

Noch heute beeindruckt der farbenprächtige und lichtdurchflutete Saal. Alljährlich bietet er den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik einen unvergleichlichen Aufführungsort ihrer musikalischen Darbietungen.

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