Von der Jagdrüstkammer zum Ausstellungsraum
Die sogenannte „kleinen Rüstkammer“ bildete in der Planung Erzherzog Ferdinands II. eine Einheit mit der Bibliothek und dem Antiquarium, von denen sie jeweils durch zwei große Bogendurchgänge erreicht werden konnte. Das gesamte Ensemble diente dem humanistisch gebildeten Fürsten zur persönlichen Erbauung und Kurzweil. So waren alle Bereiche abgedeckt: die Schulung des Geistes durch die Beschäftigung mit der Antike und der Literatur sowie in der kleinen Rüstkammer, die auch als Jagdrüstkammer bezeichnet wurde, die körperliche Ertüchtigung. In der kleinen Rüstkammer waren ursprünglich Jagd- und Kriegswaffen: Armbrüste, Hirschfänger, Waidmesser, Degen, Dolche, Pistolen und Gewehre. Dazu kamen noch Blank- und Stangenwaffen, die auch heute noch an den Wänden des Raumes zu bestaunen sind.



