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2. Hälfte 16. Jahrhundert
derzeit ausgestellt: Unterschloss, Kunstkammer
Schraubzwinge, zahnärztiches chirurgisches Instrument
Deutsch (?)
Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer
Kunstkammer, 336
Diese Schraubzwinge gehörte zusammen mit Bohrer, Pinzette und Blasebalg zu den Instrumenten der Zahnbrecher. Ihre Behandlungsmethoden
wie die Zahnextraktion mittels einer Schraubzwinge waren schmerzhaft, lokale
Betäubung beschränkte sich auf die Gabe verschiedener pflanzlicher Extrakte aus
Schlafmohn, Nieswurz oder Bilsenkraut. Die narkotische Wirkung des Bilsenkrautes
reduzierte die Schmerzen und als Beweis für die erfolgreiche Behandlung konnte
man die weißen Samenkerne, die durch die Hitze aus den Schalen gesprungen
waren, als die durch die Prozedur ausgetriebenen Zahnwürmer vorweisen.
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