Schauen erlaubt?

Vielfalt Mensch vom 16. bis 18. Jahrhundert
20.06. – 06.10.2024

 

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Wir sind alle anders.

Diversität hat es immer schon gegeben, auch im 16. Jahrhundert. Als der Mensch in der Renaissance wieder zunehmend in den Mittelpunkt rückte, war nicht nur sein Ideal von Interesse, sondern auch seine unerschöpfliche Vielfalt. Die Sonderausstellung Schauen erlaubt? Vielfalt Mensch vom 16. bis 18. Jahrhundert betrachtet Diversität in der Vergangenheit mit dem Blick von heute.

 

Geschichten aus dem Leben

Die diesjährige Sonderausstellung zeigt unter anderem Darstellungen unterschiedlichster Menschen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Inhaltlicher Bezugspunkt sind die Ambraser Sammlungen von Erzherzog Ferdinand II. Dort wurde wie in Kunst- und Wunderkammern üblich die Welt in ihrer Gesamtheit dargestellt. Bis heute sind viele ungewöhnliche Gemälde, faszinierende Beschreibungen und wissenschaftliche Gegenstände erhalten geblieben.

Warum aber fand Das Bildnis eines behinderten Mannes Einzug in die Ambraser Kunst- und Wunderkammer? Welche Personen stecken hinter der „Haarfamilie“? Und warum berühren uns die Geschichten von „Hofries*innen“ und „Hofzwerg*innen“? Die Gemälde laufen Gefahr als reine Kuriositäten abgetan zu werden. Die Sonderausstellung erzählt hingegen die Geschichten dieser nicht den gängigen Normen entsprechenden Menschen.

Hinsehen oder Wegsehen?

Aus heutiger Sicht wird eine Zurschaustellung von Menschen als Voyeurismus empfunden. Die Sonderausstellung fordert die Besucher*innen dazu auf, ihre eigene Wahrnehmung zu reflektieren und konfrontiert sie mit der Frage: „Ist Schauen erlaubt?“.

Kunst- und kulturhistorisch wertvolle Schätze treffen auf aktuelle Standpunkte anhand von Audio- und Videobeiträgen. Texte in Einfacher Sprache, angepasste Schriftgrößen und Ausstellungsobjekte auf verschiedenen Höhen reduzieren Barrieren und machen Schauen erlaubt? für unterschiedliche Besucher*innen erlebbar.
Der Einbau eines Aufzugs im Hochschloss erleichtert zudem erstmals den Zugang in die im zweiten Stock gelegenen Sonderausstellungsräume.

 

Programm

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Öffentliche Führungen

Von 20.06. bis 06.10.2024 jeden Mittwoch & Freitag um 14.30 Uhr.
EUR 6,- p. P. zzgl. Eintritt

Tickets

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Audioguide

Audioguides mit umfassender Hintergrundinformation zur Sonderausstellung.
Deutsch oder Englisch:
EUR 5,- p. P. zzgl. Eintritt

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Gruppenführungen

Führungen für Gruppen / Gruppen Special Needs buchbar auf Anfrage.

Kontakt

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Kinderprogramm

"Wir sind alle anders" - Führung für Kinder am Samstag 22.06., 20.07., 24.08., 21.09. und 05.10.2024 um 14.30 Uhr.
EUR 6,- p. P. zzgl. Eintritt

Tickets

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Lange Nacht der Museen

Sonderführung zu "Schauen erlaubt?" für Familien am 05.10.2024 um 20.00 und um 21.00 Uhr.

Ausstellungskooperationen: Gemeinsam Barrieren reduzieren

Feast for All

Kooperation mit Absolut Vodka & Artivive - Ein Kunstwerk soll Vorurteile durchbrechen

"The Feast of the Bean King", eines der bekanntesten Werke des Kunsthistorischen Museums Wien, bekam eine zeitgerechte Interpretation. Das Original (Jacob Jordaens, 1645) zeigt eine Gruppe Menschen, die ausgelassen feiert. Alle gut gelaunt, alle am Trinken – aber vor allem: alle weiß. Der Wiener Künstler mit kroatisch-nigerianischen Wurzeln Tyrone Egbowon verändert mit Absolut Vodka das Narrativ. In der Neuinterpretation "Feast for All" werden die Abgebildeten mit Botschafter*innen für Vielfalt & Inklusion mit diversen Backgrounds getauscht: Temiloluwa Obiyemi (Gold Caviar Crew), Leni Charles (Kids of the Diaspora), Elisabeth Mtasa, Bianca Rosemarie, DJ Mosaken, DaDa JV und Godwin Merano.
Zu sehen ab 20. Juni 2024 in Schauen erlaubt?

Rollin'Art

Eine faszinierende Kooperation hinter dem neuen Aufzug auf Schloss Ambras Innsbruck

Unter dem Motto „Vielfalt Mensch“ präsentieren wir 2024 eine Sonderausstellung, die die Diversität des Lebens und den Umgang damit in verschiedenen Epochen zeigt. Die Idee eines Aufzugs im Hochschloss entstand, um allen Menschen den Zugang zur Sonderausstellung zu ermöglichen. Wir stießen dabei auf Tina Hötzendorfer, eine inspirierende Künstlerin & Unternehmerin und ihre Geschichte und Kreativität begeisterten uns! Tina ist nicht nur eine unserer „Lift-Botschafter*innen“, sondern ihre einzigartigen Produkte sind auch exklusiv in unserem Shop erhältlich.
Beim nächsten Besuch gleich entdecken!
 

Lebenshilfe Tirol

Kooperation im Zeichen der Umwelt

Die Lebenshilfe Tirol begleitet Menschen mit Behinderungen bei einem barrierefreien, selbstbestimmten und erfüllten Leben. Aus alten Drucksorten von Schloss Ambras Innsbruck wurden an den Arbeitsstandorten Hötting West und Sillside verschiedene Produkte angefertigt.
Die Täschchen sind schon bald im Museumsshop erhältlich - bezahlen Sie so viel Sie möchten: Der Erlös geht zu 100% an die Lebenshilfe Tirol.
In Kürze direkt mitnehmen!

Universität Innsbruck

Kooperation zum Forschungsschwerpunkt "Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte"

Der FSP-Tag „Diversität – Historische und gegenwärtige Perspektiven“ nimmt die Sonderausstellung zum Ausgangspunkt, um gesellschaftliche Differenzkategorien sowie deren Konstruktion und Wirksamkeit historisch wie gegenwartsbezogen in den Blick zu nehmen und diskutiert insbesondere, wie Veränderungen im gesellschaftlichen Umgang mit Diversität gesellschaftliche Aushandlungsprozesse sichtbar machen.
Im Zuge einer Lehrveranstaltung wurden ergänzende Aspekte aus der Diversitätsforschung von den Studierenden für die diesjährige Sonderausstellung erarbeitet und aufgenommen. 
Mittels QR-Code in der Ausstellung entdecken!

 

 

Besichtigen Sie die Sonderausstellung von 20.06. bis 06.10.2024 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr auf Schloss Ambras Innsbruck!

 

Presseinformationen: Hier entlang

Schauen erlaubt?

Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20
6020 Innsbruck

Täglich von 10 - 17 Uhr

Im November geschlossen

Wissenswertes zum Besuch

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