Harnische und Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648)
Sie stammen großteils aus den Beständen des ehemaligen Wiener Zeughauses und machen den Unterschied von prunkvollen Einzelanfertigungen der Renaissance zu sereinmäßigem Kriegswerkzeug der Barockzeit deutlich. Zugleich führen sie das Aussehen einer barocken Zeughausaufstellung vor Augen.
Der reich verzierte Harnisch stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, wie er etwa bei der Nürnberger Burgwache in Verwendung war.
Das Fehlen von eisernen Armteilen und Handschuhen erklärt sich aus der Verwendung der Feuerwaffe, das sonst unhandlich und wenig effizient gewesen wäre. Der Helm wurde ebenfalls ohne Visier getragen, um die Waffenführung zu erleichtern. Die Oberfläche der Rüstung ist mit Blüten- und Rankenstreifen geätzt.

Johann Hauer (Plattner), datiert 1612


