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Die Rüstkammern

Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595), brachte seine weltberühmten Sammlungen im Unterschloss unter, jenem Bau, den er eigens für die Funktion als Museum errichten hatte lassen.

HELDENRÜSTKAMMER

Den Kern der Sammlungen Ferdinands bildete die Heldenrüstkammer. Damit verwirklichte der Erzherzog erstmals die gänzlich neue Museumsidee, umfassend systematisch zu sammeln und zu präsentieren. Er trug Rüstungen, aber auch Waffen und Porträts, von berühmten Persönlichkeiten seiner Zeit und vorangegangener Jahrhunderte zusammen. Damit wollte er an die außergewöhnlichen Taten vor allem von Feldherren erinnern und die führende historische Rolle der Habsburger Dynastie hervorheben. Ihm gelang es, mehr als 120 originale Harnische zu erlangen. Acht der hohen Holzschränke, in denen heute noch die ursprünglichen Rüstungen ein Zeugnis der Geschichte ablegen, haben sich original erhalten. Im mittleren Kasten reihte sich der Erzherzog selbst unter die Helden ein.

TURNIERWAFFEN

Aus den Beständen seiner Vorfahren Erzherzog Sigmunds (1427–1496) und Kaiser Maximilians I. (1459–1519) wählte Ferdinand Renn- und Stechzeuge, um die mittelalterliche Form des ritterlichen Turniers darzustellen. Die heutige Präsentation stellt einen Turnierplatz nach, wie er aus dem Turnierbuch Freydal Kaiser Maximilians I. bekannt ist.

LEIBRÜSTKAMMER

Die zweite Rüstkammer rückt Erzherzog Ferdinand II. als Gastgeber, Veranstalter und Regisseur höfischer Turniere und Feste in den Mittelpunkt. Die Rüstungen sind Meisterwerke Prager sowie Innsbrucker Plattnereien. Zu sehen sind Turnierharnische für das Fußturnier, das Plankengestech und das Freiturnier.
Das Zentrum der Leibrüstkammer bildet der Hochzeitsharnisch Ferdinands in antikisierendem Stil. Er trug die Prunkrüstung zu den Feierlichkeiten seiner zweiten Hochzeit mit Anna Caterina Gonzaga 1582.
Die Porträts zeigen berühmte Feldherrn des 16. Jahrhunderts, deren Harnische und Waffen Ferdinand in seiner Heldenrüstkammer präsentierte..

TÜRKENKAMMER

Am Ende des Raumes der Zweiten Rüstkammer befindet sich die Türkenkammer. Die Sammlung an »Turcica«, die Ferdinand zusammentrug, entsprach einer im 16. Jahrhundert allseits beliebten »Türkenmode«. Bei den osmanischen Ausrüstungs- und Luxusgegenständen wie Sättel, Pfeil und Bogen, Säbel, Schilde und Helme handelt es sich um diplomatische Geschenke oder um Beutestücke vom Schlachtfeld. Diese Trophäen waren Erinnerungen an die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den damals gefürchteten Osmanen, die ihr Reich bis an die habsburgischen Grenzen ausweiteten.
Die Faszination an der orientalischen Kunst und Kultur zeigte sich aber auch in den höfischen Festen und Turnieren.

BAROCKE RÜSTKAMMER

In der Dritten Rüstkammer sind Harnische und Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zu sehen. Sie stammen großteils aus den Beständen des ehemaligen Wiener Zeughauses und machen den Unterschied von prunkvollen Einzelanfertigungen der Renaissance zu sereinmäßigem Kriegswerkzeug der Barockzeit deutlich. Zugleich führen sie das Aussehen einer barocken Zeughausaufstellung vor Augen.

Information

Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20, 6020 Innsbruck

Öffnungszeiten
GESCHLOSSEN von 11.3.2020 bis voraussichtlich 13.4.2020
Weitere Informationen


Täglich, 10 bis 17 Uhr.
November geschlossen


Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließzeit.

Sonderöffnungszeiten

Sekretariat
Tel. +43 1 525 24- 4802
info@schlossambras-innsbruck.at

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