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Zu Gast in Ambras

Zu Gast in Ambras

Federspiel und Falkenhäubchen. Kostbare Jagdausrüstung aus dem 16. Jahrhundert

Die in der Ausstellung gezeigte Jagdausrüstung aus dem 16. Jahrhundert sind besonders prächtige Kostbarkeiten aus dem Besitz des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinands II., die ihren Weg in die Wiener Hofjagd- und Rüstkammer gefunden haben.

Ursprünglich wurde die landesfürstliche Jagdausrüstung zur Vogeljagd, der »Beizjagd«, in einem großen Kasten im obersten Stockwerk des Ambraser Hochschlosses sowie im 17. Kasten der Kunst- und Wunderkammer verwahrt. Daraus haben sich bis heute 14 Falkenhäubchen erhalten. Sie wurden aus Leder gefertigt und kunstvoll bemalt oder bestickt. Oft sind sie mit seidenumwickeltem Draht und Pergament sowie mit kleinen Perlen (»Saatperlen«) verziert. Mit Falkenhäubchen wurde dem abgerichteten Greifvogel die Sicht genommen, um ihn bis zum Jagdeinsatz auf dem Lederhandschuh des Jägers ruhig zu halten.

»Federspiele« wurden verwendet, um den Beizvogel von seiner Beute wegzulocken, weil er sie sonst selber fressen würde. Die Federspiele wurden aus Gold-Lamé mit verschiedenfarbigem Seidenatlas gefertigt und mit kleinteiliger Stickerei kunstvoll dekoriert.


Information

15. September 2016
bis 31. Oktober 2016

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