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Auf Stroh gebettet

Auf Stroh gebettet

Intarsia sind Holzbilder, deren Motive durch das kunstvolle Zusammenfügen verschiedenfarbiger und unterschiedlich strukturierter Hölzer entstehen. Intarsia hatten in Europa ihre erste Hochblüte in der Renaissance und verbreiteten sich von Italien aus über Tirol und Süddeutschland auf ganz Europa. Einlegearbeiten aus Stroh waren dabei besonders faszinierend, weil das geringwertige Material Stroh von fern betrachtet hochwertig glänzt, als wäre es Gold. Ab dem 17. Jahrhundert verfeinerten zudem neue Färbemethoden das Erscheinungsbild.


Die Ambraser »Anbetung der Heiligen drei Könige«

Die »Anbetung der Könige« ist seit der Spätantike ein beliebtes Motiv der Kunst. Vorlage für die besonders fein gearbeitete Ambraser Strohintarsia ist ein Kupferstich des Kölner Stechers und Druckers Johann Peter Goffart um 1760, der sich heute im Kölnischen Stadtmuseum befindet. Das Motiv des Königs mit Weihrauchfass geht auf ein Gemälde von Peter Paul Rubens 1626/27 zurück, das sich im Louvre in Paris befindet.

Noch heute zeugt von der hohen Kunst der Einlegearbeiten mit Stroh im 22. Kasten der Ambraser Kunst- und Wunderkammer Erzherzog Ferdinands II. eine dreiteilige Holzkassette, die mit Einlegearbeiten aus verschiedenfarbigem Stroh dekoriert ist.

Information

1. Dezember 2016
bis 8. Januar 2017

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