Die Rüstkammern

Erzherzog Ferdinand II. war der erste, der seine Rüstkammern als Sammlung nach einem klaren Konzept aufbaute. Sein Ziel war es, die historische Rolle der Habsburger hervorzuheben und an die hervorragenden Taten berühmter Persönlichkeiten zu erinnern. Wie noch niemand vor ihm erwarb er ganz systematisch Rüstungen, Waffen und Portraits von berühmten Feldherren. Zum ersten Mal in der Geschichte des Sammelwesens berücksichtigte er bei der Präsentation auch ästhetische Gesichtspunkte wie Licht. Die Voraussetzung einer solchen Präsentation war die Einbeziehung des Publikums, zu dessen Freude und Belehrung der fürstliche Sammler alle Aspekte der Repräsentation seines Hauses entfaltete.

Die Aufstellung entspricht nicht mehr der ursprünglichen, insbesondere was die Menge aber auch die Raumabfolge anlangt. Sie ist in der Absicht entstanden, die ursprüngliche Zielsetzung anhand von einzelnen Exponaten aus der Sammlung Erzherzog Ferdinands anschaulich zu machen.

Der erste Saal thematisiert das Ritterspiel im 15. und 16. Jahrhundert sowie die Heldendarstellung. Der zweite Saal ist Ferdinands Selbstdarstellung gewidmet, war er doch leidenschaftlicher Veranstalter von höfischen Festen. Die dritte Rüstkammer enthält im Wesentlichen Gebrauchswaffen aus dem 17. Jahrhundert aus den Beständen des österreichischen Kaiserhauses. Die Decke des Saales zeigt auf Öl gemalte Allegorien der Sternbilder umgeben vom Band der Tierkreiszeichen und in den Zwickeln die vier Elemente.

Information

Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20, 6020 Innsbruck

ÖffnungszeitenTäglich, 10 – 17 Uhr
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!

Die Ambraser Porträtgalerie ist nur von April bis Oktober zugänglich!

Das Schloss Ambras Innsbruck hat am 18. April 2014 (Karfreitag) geöffnet!
Sonderöffnungszeiten

Sekretariat
Tel. +43 1 525 24- 4802
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