Die Kunst- und Wunderkammer

Die Ambraser Sammlung von Erzherzog Ferdinand II. ist für die   Geschichte des Sammelwesens ebenso wie als einzig am Ort erhaltene manieristische Kunstkammer von unschätzbarem Wert.

Die jetzige Aufstellung folgt den Intentionen des Landesfürsten und berücksichtigt dabei alte Inventare, welche die Gegenstände und ihre Anordnung beschreiben. Das älteste davon wurde 1596 anlässlich des Todes Ferdinands II. 1595 angefertigt.

Kunst- und Wunderkammern sind in der Renaissance als Universalsammlungen entstanden, die das gesamte Wissen der Zeit erfassen wollten. Die Sammler sahen sich als gottgleiche Schöpfer einer Welt im Kleinen. Ferdinand entwickelte für seine Sammlung eine besondere Art der Präsentation, bei der Objekte aus demselben Material unabhängig von ihrer Herkunft in ursprünglich 18 deckenhohen Kästen in der Mitte des Raumes gezeigt wurden.

Die Sammlung enthält neben der spätmittelalterlichen Skulptur aus Birnbaumholz, dem „Tödlein“ oder Drechselarbeiten aus Elfenbein nicht nur künstlerisch und handwerklich herausragende Stücke, sondern auch wissenschaftliche Gegenstände, Objekte aus fernen Ländern, etwa die „Ryukyu Schale“, sowie Musikinstrumente. Auch rare, exotische und außergewöhnliche Stücke der Natur und Porträts von Menschen die als „Wunder“ galten – wie etwa jene der Haarmenschen – wurden gesammelt.

Das Antiquarium diente zur Aufstellung antiker Skulpturen. In seinen Öffnungen sind 85 halbkreisförmige Nischen eingetieft, die mit Bildnisköpfen berühmter Persönlichkeiten des antiken Roms und mythologischen Darstellungen ausgestattet sind.

Information

Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20, 6020 Innsbruck

ÖffnungszeitenTäglich, 10 – 17 Uhr
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!

Die Ambraser Porträtgalerie ist nur von April bis Oktober zugänglich!

Das Schloss Ambras Innsbruck hat am 18. April 2014 (Karfreitag) geöffnet!
Sonderöffnungszeiten

Sekretariat
Tel. +43 1 525 24- 4802
info.ambras@khm.at